Warum Streuung den Unterschied macht
Eine gute Geldanlage setzt nicht alles auf eine Karte. Unterschiedliche Anlagen übernehmen unterschiedliche Aufgaben, reagieren verschieden auf Marktveränderungen und eröffnen unterschiedliche Chancen. Eine durchdachte Kombination kann Risiken begrenzen, ohne auf Renditechancen verzichten zu müssen. Entdecken Sie die vier Beispiele und probieren Sie es selbst aus.
Die Mannschaft Ihrer Geldanlage
Wählen Sie eine Aufstellung und starten Sie verschiedene Spielzüge. Torwart, Abwehr, Mittelfeld und Sturm stehen für unterschiedliche Anlageaufgaben.
Lege niemals alle Eier in einen Korb
Eine vertraute Regel aus Kindertagen: Ein einziges Missgeschick kann alles gefährden.
Was bedeutet das für Ihre Geldanlage?
Die Erkenntnis
Eine sinnvolle Streuung über unterschiedliche Anlageklassen, Regionen und Investmentstrategien kann einzelne Risiken begrenzen und verschiedene Chancen zugänglich machen.
Auch breit gestreute Anlagen können gleichzeitig Verluste erleiden. Mehrere ähnliche Fonds bedeuten nicht automatisch echte Diversifikation.
Für jede Situation die passenden Schuhe
Niemand würde den ganzen Tag dieselben Schuhe tragen – warum sollte eine einzige Geldanlage für alle finanziellen Ziele geeignet sein?
Ein Schuhschrank mit unterschiedlichen Möglichkeiten. Auch für dieselbe Situation können mehrere Schuhe passen.
1. Was haben Sie vor?
2. Welches Paar wählen Sie?
Übertragung auf die Geldanlage
Nicht jede Anlage muss alles können
Liquidität: Tagesgeld und geeignete kurzfristige Anlagen für bald benötigtes Geld.
Stabilität und laufende Erträge: zum Beispiel geeignete Anleihenstrategien – nicht ohne Kurs- und Ausfallrisiken.
Langfristiges Wachstum: beispielsweise breit gestreute Aktienfonds mit entsprechenden Schwankungen.
Kombination: Mischfonds oder mehrere ergänzende Investmentstrategien.
Dieselbe Landschaft. Immer neue Bedingungen.
Jahreszeiten und Wetter ändern sich ganz selbstverständlich. An den Kapitalmärkten wechseln die Bedingungen ebenfalls – allerdings ohne verlässlichen Kalender.
1. Jahreszeit wählen
2. Wetterlage verändern
Was bedeutet das für die Geldanlage?
Börsen kennen keine ewige Jahreszeit
Ein Hoch kann lange anhalten – dennoch sind Rückschläge möglich. Ebenso bleibt ein Abschwung nicht zwangsläufig bestehen. Schwankungen gehören zu den Kapitalmärkten, so wie wechselnde Wetterlagen zur Natur. Anders als die Jahreszeiten folgen Börsenphasen keinem festen Kalender.
Die Favoriten wechseln
Was gestern stark gestiegen ist, kann morgen deutlich fallen. Regionen, Branchen und einzelne Unternehmen entwickeln sich unterschiedlich. Streuung bedeutet deshalb nicht nur Risikoverteilung, sondern eröffnet auch Zugang zu verschiedenen Ertragschancen.
Was kann aktives Fondsmanagement beitragen?
Aktive Fondsmanager können Bewertungen und Marktbedingungen laufend prüfen, Gewinne teilweise realisieren, unterbewertete oder überverkaufte Titel nach sorgfältiger Analyse aufnehmen und bei hoher Unsicherheit die Liquidität erhöhen – sofern die Fondsstrategie dies erlaubt. Ob diese Entscheidungen erfolgreich sind, lässt sich nicht garantieren.
Die Wetterbilder sind eine Analogie, keine Prognose oder feste Zuordnung von Jahreszeiten zu Börsenphasen.